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Blower Door Test zur Prüfung der Luftdichtigkeit enes Gebäudes

Bei einem Blower-Door-Test (auch als Differenzdruck-Messverfahren bekannt) wird die Gebäudehülle auf ihre Luftdichtigkeit geprüft, indem ein Messtechniker einen Ventilator in den Haustürrahmen spannt und mit einer Folie luftdicht abschließt. Durch das Gebläse wird ein Unterdruck von 50 Pascal (das entspricht in etwa Windstärke Fünf) erzeugt, durch den Luft aus dem Gebäude gesogen wird. Beim eigentlichen Blower-Door-Test wird dann ermittelt, welche Menge Luft der Ventilator absaugen muss, um die Druckdifferenz zwischen innen und außen zu erhalten. Je dichter das Haus ist, desto weniger Arbeit hat der Ventilator. Sorgen um mögliche Schäden sind dabei unbegründet, der aufgebaute Druck ist zu gering, um der Bausubstanz Schaden zufügen zu können.


Blower Door Test für energieeffizientes Bauen

Gemäß Energieeinsparverordnung darf sich bei einem Blower-Door-Test die Luft bei einem Druckunterschied von 50 Pascal nicht häufiger als dreimal in 60 Minuten austauschen. Ist eine Lüftungsanlage vorhanden, darf sogar nicht häufiger als 1,5-mal pro Stunde ein Luftaustausch erfolgen. So ist zum Beispiel bei einem Niedrigenergiehaus die Luftwechselrate 1 bis 2 h-1 während bei einem Passivhaus lediglich ein Wert von maximal 0,6 h-1 zulässig ist.

Allerdings ist die Aussagekraft des Blower-Door-Tests begrenzt, denn ein zu hoher Wert weist zwar auf Leckagen in der Gebäudehülle hin, gibt jedoch keine Auskunft darüber, wo genau diese Leckagen sich befinden. Daher wird empfohlen, den Blower-Door-Test bei einem Neubau vor der Bauabnahme durchführen zu lassen, um Undichtigkeiten schnell entdecken und beseitigen zu können.